Die Check24 Dienstleisterwebsite
Vermeintlich bequem ist ein Dienstleister-Vergleich mit Check24. Doch es gibt Nachteile.

Check24 und andere Vergleichsportale wie rec-orders.de erleben seit einigen Jahren eine wachsende Beliebtheit, um nach einem Fotografen zu suchen. Wir von rotschwarz design haben Check24 und andere Portale wie rec-orders.de seit 3 Jahren getestet.
In der Summe können wir Euch als Suchenden nur eines empfehlen – und raten ab von der Fotografensuche über Check24 und Co. „Warum?“ werdet Ihr Euch fragen. Ist doch bequem. Bei Check24 bekommt Ihr bis zu 5 Angebote von einem Fotografen. Auch andere Dienstleistungen können dort gesucht werden. Am Ende wählt Ihr aus, wen Ihr buchen wollt. So die Theorie. Anhand des Beispiels einer Hochzeitsfotografsuche zeigen wir die Nachteile auf.

Die Unübersichtlichkeit für den Kunden bleibt
Das erste Argument was dagegen spricht ist das, was Check24 ins Feld als Vorteil führt – die übersichtlichen 5 Angebote in 24h. Im ersten Moment wirkt das übersichtlich. Doch die Angebote sind weder individuell noch wirklich persönlich.
Das liegt an dem Verfahren. Aus Anbietersicht muss man teils in einer Minute oder kürzer ein Angebot für z.B. eine Hochzeitsreportage versenden. Da bleibt jede Beratung und das Eingehen auf Eure Wünsche auf der Strecke, dass sollte Euch bewusst sein. Die meisten Kollegen schicken dann angepasste Vorlagen mit dem Preis raus. Sicherlich mag es für die meisten ausreichen als erster Preisvergleich.
Aber ein individuelles Angebot ist so nicht zu erwarten. Ihr seid dann nur eine unter viele Anfragen, die einen Dienstleister erreichen. Wenn Ihr unbedingt ein Portal für Hochzeitsfotografen aufsuchen wollt – nehmt www.hochzeitsfotograf.com. Inhaberfinanziert und gegründet durch Fotografen wie Konstantin Gastmann, zahlt Ihr hier keine Provision und Ihr könnt in Ruhe Euren Lieblingsfotografen raussuchen. Rotschwarz design ist dort auch mit einem Eintrag vertreten.

Am falschen Ende Zeit gespart – und drauf gezahlt
Denn letztendlich erspart Euch auch Check24 nicht das Auseinandersetzen mit dem Fotografen, nach dem Ihr sucht. Ihr müsst weiterhin auf die Website des beispielsweise jeweiligen Hochzeitsfotografen gehen. Ihr müsst Fragen stellen, etc. Letztendlich engt Check24 Eure Auswahl ein. Die schnellsten fünf die Euch ein Angebot schicken, sind nicht unbedingt die, die Euch gefallen werden. Aus unserer Anbietersicht, buchen nur sehr wenige Leute darüber einen Fotografen. Drei von Hundert Fotoangeboten werden gebucht, so ist unser Schnitt aktuell. Und im Kundenprofil bei Check24 seht Ihr letztendlich weitere lokale Fotografen, die Ihr anschreiben könntet. So wird es schnell wieder unübersichtlich. Zudem könnten Provisionskosten auf die Vermittlung hinzukommen – mehr weiter unten im nächsten Absatz.
Letztendlich raten wir Euch – vertraut auf Empfehlungen von Freunden oder Bekannten. Wenn Ihr keine Empfehlungen habt, sucht bei Google oder einer anderen Suchmaschine nach „Hochzeitsfotograf + Stadt“ um eine erste engere Auswahl zu haben. Schaut Euch die Fotos an, lasst Euch im Gespräch Preise zeigen und die Leistungen genau erklären. Per Mail macht sich das eher schlecht. Gerade das Beispiel Hochzeitsfotografie erfordert individuelle Beratung, jede Hochzeit ist anders.

Die drohende Marktmacht von Check24 und Co.
Mag sein das Ihr jetzt sagt „Ja gut, aber ich vergleiche ja über Check24 auch Versicherungen und Reisen, warum nicht auch Dienstleister, ich seh da kein Problem“. Schon möglich. Doch bedenkt dabei: Check24 verdient mit Provisionen u.a. sein Geld. Jeder Versicherer zahlt Geld wenn bei Check24 eine Versicherung vermittelt wird. Bei Dienstleistungen ist dies noch nicht der Fall. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Portale wie das Fotografensuchportal rec-orders.de kassieren z.B. 10% Provision bei Auftragsvermittlung. Andere Portale fordern mehr, andere wiederum verlangen Geld, um ein Angebot abgeben zu können. Das heißt wir Fotografen müssen bei einer rec-orders.de Hochzeit 10% draufschlagen auf den Preis. Ihr zahlt aus Bequemlichkeit 10% mehr.
Dasselbe kann bei Check24 drohen. Falls dieses Portal genug Marktmacht bekommen sollte, könnte eine Provisionsregel eingeführt werden. Aktuell macht Check24 seit der Übernahme von AskCharlie Ende 2017 permanent Werbung mit Google Ads – in allen möglichen Dienstleistungsbereichen. Das sind bezahlte Anzeigen über und unter den Suchergebnissen in der Googlesuche. Diese Anzeigenkosten sind in der Regel enorm, gerade bei einer andauernden Präsenz für alle möglichen Keywords in der Kombi „Dienstleister + Stadt“ und anderen Varianten. Irgendwann will Check24 diese Ausgaben auch wieder reinholen – das bezahlt Ihr als Kunden mit. Daher nochmal der Rat: meidet solche Portale, sie kassieren als Dritte Vermittler letztendlich Euch als Kunden und die Dienstleister ab. Die Zeit die Ihr dort eventuell bei der Suche spart, zahlt Ihr am Ende an Provision ans jeweilige Portal drauf.

Daten sind das moderne Gold

Eine Googlesuche – eine Google Ads Anzeige von Check24
Check24 wirbt seit über einem Jahr aggressiv mit hohem Kapitaleinsatz bei Google.

Zudem sammelt Check24 wie Google, Facebook und Co. Daten. Daten, mit denen Sie Eure Konsumgewohnheiten erforschen – Ihr werdet gläserner bei der Nutzung von diesen achso bequemen Portalen.
Daten, mit denen die Portal-Anbieter Durchschnittspreise ermitteln, sowie z.B. rec-orders.de. Die dann den Leuten versuchen weiszumachen, das eine Hochzeitsreportage den und den Durchschnittspreis haben soll. Dabei sind die Angebote von Hochzeitsfotograf zu Hochzeitsfotograf unterschiedlich. Der eine bietet Abzüge an, der andere nicht, der eine hat einen Assistenten dabei, der andere nicht – da beginnen teils eklatante Unterschiede. Und jeder Kunde will was anderes. Mit Durchschnittspreisen werdet Ihr so in die Irre geführt.

Fazit
Wie oben ausführlich beschrieben, können wir nur abraten von der Nutzung solcher Portale. Lasst Euch die Sucharbeit nicht abnehmen, man muss das immer extra bezahlen, die Portale zu hosten und zu bewerben verschlingt viel Geld. Das bedenken viele nicht. Zudem führt die Vergleicherei zu einer „letzte Preis“-Mentalität. Und wollt Ihr wirklich nur das scheinbar billigste Angebot oder tolle Hochzeitsfotos und einen Fotografen der auf Euch eingeht? Diese Frage solltet Ihr Euch ernsthaft stellen.
Wir selbst werden da nicht mehr viel Aufwand reinstecken. Zu wenige Aufträge kommen darüber rein. Da ist uns doch eine Empfehlung oder eine direkt Anfrage deutlich lieber. So können wir Euch viel mehr Zeit widmen, und das wissen unsere Kunden zu schätzen. Ihr seid interessiert an unserer Arbeit? Unter Hochzeitsfotografie findet Ihr Potsdamer Hochzeitsfotos oder auch im Blog Hochzeitsreportagen aus Berlin-Brandenburg und Norddeutschland. Nehmt gern Kontakt auf bei Fragen und Anregungen, oder schreibt einen Kommentar. Vielen Dank fürs Lesen!

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